Faszination Namibia: Kultur, Geschichte und Natur zwischen Swakopmund und Waterberg

15-tägige geführte Namibia-Studienreise des Schwäbischen Heimatbundes e.V.
Kleingruppenreise

Reisebeschreibung

Namibia, das ist zunächst und allererst Afrika im südwestlichsten Zipfel des Kontinents mit all seiner Faszination von Land und Leuten, Flora und Fauna: die überwältigende Landschaft der trockenen, oft felsigen Heimat der schwarzen und weißen Namibianer. Das sind – um nur von dieser Studienreise berührte Landschaften zu erwähnen – die roten Sande der Kalahari und die Wüste Namib mit den gigantischen Dünen des Sossusvlei und des Dead Vlei, zwischen denen der Tsauchab-Fluss einfach verschwindet, und die zerklüfteten Naukluft- und Erongo-Gebirge. Im Nationalpark der Etoshapfanne fasziniert die afrikanische Tierwelt mit Elefanten, Löwen, Geparden, Giraffen, Nashörnern, Zebras, Springböcken, Kudus und vielen anderen Wildtieren. Ihr Reiseleiter ist Dr. Raimund Waibel (geb. 1953). Der Stuttgarter Historiker (Studium: Geschichte, Romanistik und Kunstgeschichte) ist im Museums- und Ausstellungswesen und in der landesgeschichtlichen Publizistik in Württemberg tätig. Mit seiner großen Erfahrung als Studienreiseleiter in Europa, Afrika, Nordamerika und Hawaii ist er schon seit vielen Jahren für den Schwäbischen Heimatbund tätig.

Reisehöhepunkte

  • Faszination Kalahari: auf nichtalltäglichen Pfaden nach Rehoboth zu den Baster
  • über Mariental und die Maltahöhe zur Namib mit ihrem Sternenhimmel
  • Spuren deutscher Kolonialgeschichte in Swakopmund und Tsumeb
  • Skelettküste und Savanne
  • Das "Matterhorn Namibias": Geschichte und Natur der Erongoberge
  • die "White Lady" und andere Felszeichnungen
  • durchs Damaraland zum Etosha-Nationalpark und Waterberg
  • die Herero – Vergangenheit und Gegenwart<

Preise & Leistungen

 

Reisezeitraum: 19.11. - 03.12.2022

 

Preise pro Person:

  • 6.050,- Euro p.P. im Doppelzimmer

    6.380,- Euro p.P. im Einzelzimmer

Enthaltene Leistungen

  • Taxiservice ab/bis Heimatort bis/ab Stuttgart Weilimdorf (entsprechend begrenztem Radius) (Bitte sprechen Sie uns an, falls Sie außerhalb des Taxikreises wohnen bzw. den Taxiservice nicht in Anspruch nehmen möchten.)
  • Bustransfer ab/bis Stuttgart Weilimdorf bis/ab Frankfurt Flughafen
  • Interkontinentalflüge mit Lufthansa/Eurowings Discover (Economy-Class) (Frankfurt – Windhoek / Windhoek – Frankfurt)
  • Übernachtungen laut Reiseverlauf (gute Mittelklasse, an drei Tagen einfache Mittelklasse)
  • Mahlzeiten laut Reiseverlauf (Getränke zu den Mahlzeiten nicht enthalten)
  • Fahrten und Transfers in klimatisierten Reisebussen, Naturfahrt am 2. Tag im offenen Geländewagen
  • Reiseleitung durch Hr. Dr. Raimund Waibel von Tag 1 bis 15
  • Deutschsprachige lokale Reisebegleitung/Fahrer von Tag 2 bis 14
  • Umfangreiche Notrufrettungsversicherung von Tag 2 bis 14
  • Alle Eintrittsgebühren von Tag 2 bis 14 (Nationalparkgebühren, Führungen, Eintrittsgelder
  • Stilles Mineralwasser im Reisefahrzeu
  • TerraVista-Infopaket (1x pro Zimmer
  • TerraVista bietet seinen Gästen einen 24 Stunden Notrufdiens
  • Gepäckträgergebühren von Tag 2 bis 1
  • Trinkgelder vor Or
  • Mehrwertsteuer & Tourismussteue
  • Reisepreissicherungsschein

Wunschleistungen

  • Persönliche Ausgaben
  • Extra Mahlzeiten und Eintritte vor Ort
  • Reiseversicherung (wir empfehlen & vermitteln Ihnen gerne eine Reisekostenrücktrittsversicherung Vollschutz und eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport unseres Partners der Elvia/Allianz-Gruppe)

Hinweise

  • Diese Reise wird unter der Leitung des Schwäbischen Heimatbundes durchgeführt. Weitere Hinweise finden Sie unter folgendem Link: www.schwaebischer-heimatbund.de
  • Personen mit eingeschränkter Mobilität: Dieses Reiseangebot ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.
  • Für die Einreise nach Namibia benötigen Sie kein Visum, jedoch einen bis mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültigen Reisepass mit mindestens zwei freien Seiten.
  • Für die Einreise nach Namibia sind keine Pflichtimpfungen
  • Für die Einreise nach Namibia mit Kindern gelten gesonderte Einreisebestimmungen.

Teilnehmerzahlen

Mindestteilnehmerzahl: 14 Gäste
Maximale Teilnehmerzahl: 20 Gäste

Reiseverlauf im Detail

  • 1. Tag Abflug nach Namibia
  • Anreise per Taxiservice von Ihrem Heimatort (entsprechend begrenztem Radius) nach Stuttgart und per Bustransfer von Stuttgart zum Flughafen Frankfurt – abends Abflug nach Windhoek.

  • 2. Tag Faszination Kalahari
  • Wir landen morgens am Flughafen Hosea Kutako. In der Ankunftshalle erwartet uns der ortskundige deutschsprachige Reisebegleiter, der gleichzeitig unser Fahrer ist.

    Danach brechen wir auf in die rote Landschaft der Kalahari. Auf dem Weg südwärts nach Rehoboth, einst Hauptort des "Homelands" der traditions- und selbstbewussten Baster, Nachkommen von Buren und Nama-Frauen ("Rehobother Museum", Pauluskirche von 1906) führt der Friedhof "Heroe's Acre" den Besucher in die jüngere Vergangenheit und Gegenwart Namibias zugleich. Durch die Kalahari geht es weiter zur Übernachtung mitten in der Savanne in der Intu Africa Zebra Kalahari Lodge. Die Fahrt in den Dünen zum Sonnenuntergang im Geländewagen bleibt ein unvergessliches Erlebnis.

    Verpflegung: kleines Frühstück, Mittagessen, Abendessen

  • 3. Tag Auf zur Namib
  • Über Mariental, das Tal des Fish Rivers, Maltahöhe (Farmhaus des Diamantenkönigs August Stauch, Schutztruppengräber, kleine museale Sammlung zur Schutztruppengeschichte), den Zarishoodge-Pass – und nach vielen Fotostopps – erreichen wir die Namibwüste und den Sesriem-Canyon. Kleine Wanderung im Canyon, einem geologischen Lehr- und Bilderbuch. Übernachtung nahebei im Desert Quiver Camp (Lodge). Zum Abendessen findet ein typisches namibisches "Braai" (afrikaans: "Braten/Grillen") unter dem einmaligen Sternenhimmel der Namib statt.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 4. Tag Im Bann der Namib-Wüste / Swakopmund
  • Früh am Morgen und vor der Hitze des Tages Besuch eines der unzweifelhaften Höhepunkte einer Namibiareise: des Sossusvlei und Dead Vlei. Die Flora und Fauna, darunter Gazellen und Antilopen, dieser von 200 Meter hohen Sanddünen umgebenen Lehmsenken hängen von den gelegentlichen Wassern des Tsauchab-Flusses ab. Von den Dünen führt die Reise danach durch eine wilde Landschaft nach Norden: durch die Namib und die Naukluftberge, den Wendekreis des Steinbocks querend, über den Wüstenort  Solitaire, den  Kuiseb-  und  den  Gaub-Canyon  (kurze Wanderung) und über den Kuiseb-Pass zur Atlantikküste. Die Fahrt führt über Walvis Bay, wo die Guano-Inseln erläutert werden, bis nach Swakopmund. Hier zwei Übernachtungen im A la Mer Hotel.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 5. Tag Kolonialgeschichte in Swakopmund
  • Swakopmund war das wirtschaftliche Herz des deutschen "Schutzgebiets" Südwestafrika und der Hafen das Tor zur großen weiten Welt. Im Kern der Stadt sind viele Gebäude als Zeugen der deutschen Kolonialgeschichte erhalten. Es geht auf einen ausführlichen Rundgang, u.a. zum "Hohenzollernhaus", Altes Amtsgericht, Lazarett, Kaserne, Woermann-Haus (Kaufmannshaus) mit Woermann-Turm, alter Bahnhof, Kirche, wilhelminische Landungsbrücke "Jetty", Swakopmund-Museum, Leuchtturm, Denkmäler für die Gefallenen und die im Gefangenenlager umgekommenen Opfer des Hereroaufstands, Mineralienausstellung in der fantastischen "Kristall-Galerie", Holzschnitzerstände. Nachmittags Ausflug entlang der Küste nach Walvis Bay (kleine Rundfahrt, Blick in den modernen Hafen, Fahrt in die Lagune mit Tausenden von Flamingos, Saline).

    Verpflegung: Frühstück, Abendessen

  • 6. Tag Die Wüste lebt
  • Morgens naturkundlich-zoologische Exkursion in die geheimnisvolle Welt der Kleinlebewesen der Dünenfelder bei Swakopmund. Nachmittags geht es entlang der Skelettküste (Schiffsfriedhof) und durch die Savanne nach Usakos (deutscher Kolonialbahnhof mit vergessenen Waggons und Lokomotive, deutsche Kolonialgebäude in der Stadt) und zur Hohenstein Lodge in den Erongo Bergen.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 7. Tag Rund ums "Matterhorn Namibias"
  • Morgens Wanderung (ca. 2 Std.) durch die felsige Savanne zu den Jahrhunderte alten Felszeichnungen in der weit zum Tal hin geöffneten Phillipshöhle (ausführliche Betrachtung, Rast) auf dem Gelände der Ameib-Farm, einer ehemaligen rheinischen Missionsstation. Nach einem Picknick lockt einer der höchsten Inselberge im Südlichen Afrika, die Spitzkoppe (Rundfahrt und diverse Besichtigungen: Felsenbrücke, Felszeichnungen in "Bushmans paradise", Klippschliefer-Beobachtung, Reste eines Schutztruppen-Wachtpostens...). Übernachtung in der Brandberg White Lady Lodge im Ugab-Tal am Fuß des Brandbergs. Mit etwas Glück können wir evtl. Wüstenelefanten sichten.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 8. Tag Im Land der prähistorischen Felszeichnungen
  • Frühmorgens Wanderung (2 Std.) durch die atemberaubende Landschaft des Tsiseb-Tals zu beeindruckenden, Jahrhunderte alten Felszeichnungen, in deren Zentrum inmitten von Menschen und Tieren das berühmte Bild der sogenannten "White Lady" steht, in Wirklichkeit die Wiedergabe eines Jägers. Um die Mittagszeit Besuch von Café (Mittagspause), Ausstellung und Shop der "Tsisep Conservancy" in Uis (conservancies: indigene Organisationen zur ökologisch-nachhaltigen Nutzung des Landes, auch durch Tourismus). Nachmittags weiter nach Twyfelfontain (der sporadisch Wasser führende "Zweifelbrunnen"): Rundgang zu Dutzenden von im späten Sonnenlicht besonders beeindruckenden Felszeichnungen (Jäger, Tiere der Savanne: Löwen, Giraffen, Elefanten ...). Wenn es die Wetterverhältnisse zulassen, kurze Fahrt ins Flusstal Aba Huab auf der Suche nach Wüstenelefanten. Übernachtung nahebei in der Twyfelfontein Country Lodge.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 9. Tag Durchs Damaraland zur Etosha-Pfanne
  • Die heutige Fahrt in nordöstlicher Richtung ist landschaftlich sehr abwechslungsreich mit vielen Fotomotiven und geht an Palmwag vorbei über den Grootberg-Pass und das Grootberg-Plateau (mit Einblicken in das Etendeka-Plateau) und Kamanjab zum Westeingang des Etosha-Nationalparks. Fahrt durch den seltener besuchten Westteil des Nationalparks bis zur Etosha-(Salz-)Pfanne zur Wildbeobachtung (Okondeka-Wasserloch). Je nach Straßen- und Wetterverhältnissen folgen weitere Tierbeobachtungen und/oder der Besuch des bizarren "Märchenwalds" der endemischen Moringa-Bäume. Wir übernachten  innerhalb  des  Parks im Okaukuejo-Camp (absoluter Höhepunkt: das nachts beleuchtete Wasserloch mit Dutzenden von Tieren in nächster Nähe, oft Großwild)...

     

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 10. Tag Von Wasserloch zu Wasserloch – Fotosafari in der Etosha-Pfanne
  • Ganztägige "Foto-Pirsch" auf den Spuren der Tierwelt der Etosha-Pfanne. An den vielen Wasserlöchern des Nationalparks erscheinen  -  abhängig von der Tageszeit, den Wetterverhältnissen und Wasserstand  –  eine reiche Auswahl der Fauna des Nationalparks: von Elefanten und Giraffen über Zebras, Gnus, Antilopen und Springböcke bis zu Hyänen und  unzähligen Vogelarten, um nur wenige Arten zu nennen; mit etwas Glück sogar Löwen und Geparde. Übernachtung in Fort Namutoni, ursprünglich ein Fort der deutschen "Schutztruppe".

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 11. Tag Spuren deutscher Kolonialgeschichte
  • Namibias Nordwesten ist noch in besonderer Weise von seiner "deutschen" Vergangenheit geprägt. Morgens unternehmen wir noch weitere Tierbeobachtungen im Nationalpark. Von dort geht es weiter ins "Maisdreieck" Namibias nach Grootfontain (Besuch des gut erhaltenen Schutztruppenforts mit Museum), Mittagspause am Hoba-Meteoriten, dem größten Metall-Meteoriten der Welt. Nachmittags steht mit der noch sehr kolonial geprägten Stadt Tsumeb ein weiteres Zentrum von ehemals "Deutsch-Südwest" auf dem Programm (historischer Rundgang: u.a. katholische Kirche, deutsche Schule, Minenbüro, Direktorenhaus, bemerkenswertes Museum). Übernachtung im "deutschen" "Minen-Hotel".

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen (Picknick), Abendessen

  • 12. Tag Am Waterberg
  • Dem Waterberg, einem rund 50 km langen Tafelberg, der zu den landschaftlichen Höhepunkten Namibias zählt, nähern wir uns von Norden auf Nebenstraßen durch das ehemalige Herero-Homeland über Otavi, die Kombat-Kupfermine und das Denkmal zur Kapitulation der Schutztruppe 1914. Besuch von Erinnerungsplätzen der deutschen Kolonialgeschichte im Waterberg Plateau National Park: Mittagspause in der ehemaligen deutschen Polizeistation. Besuch der Reste der alten Anlagen und des Kriegsfriedhofs am Waterberg. Übernachtung teils in der Waterberg Wilderness Lodge, teils in der Waterberg Valley Lodge.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

  • 13. Tag Das afrikanische Namibia in Vergangenheit und Gegenwart
  • Fahrt nach Okahandja (historischer Kolonialbahnhof, Kirche der Rheinischen Mission, Gräber des Orlam Jonker Afrikaner, bedeutender Hereroführer des 19. Jhs.). Nachmittags mit einem einheimischen Führer Besuch in Katatura, dem „afrikanischen“ Teil Windhuks als Kontrast zur weiß geprägten Windhoek-City.   Hier leben Herero, Ovambo, Nama, Damara… Übernachtung in Windhoek.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen, Abendessen

  • 14. Tag Windhoek – die Hauptstadt
  • Mit einer ausführlichen Besichtigungstour durch Windhoek-City verabschieden wir uns von Namibia: u.a. Christuskirche (Jugendstil), Alte Feste, Schutztruppendenkmal, Leutweinfriedhof, Parlamentsgebäude "Tintenpalast" (sofern keine Parlamentssitzung), Unabhängigkeitsmuseum, Owela-Museum (natur-   und völkerkund- liches Museum), Rundgang im modernen Zentrum. Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt.

    Verpflegung: Frühstück, Mittagessen

  • 15. Tag Ankunft in Deutschland
  • Zurück in Deutschland geht es für Sie zu Ihrem Ausgangsort – mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck. Bustransfer nach Stuttgart & Taxiservice zu Ihrem Heimatort.