Reiseblog

TerraVista

Golden Circle – meine Erfahrungen aus Island

Aussicht von der Hallgrimskirche in Reykjavik

Erfahrungsbericht: Island

Während ihrer Island-Reise hat unsere Kollegin Julia Dörfler den Golden Circle besucht. Der Golden Circle ist die englische Bezeichnung für eine Reiseroute im Südwesten der Insel, die die Isländer „Gullni hringurinn“ nennen. Die Route beginnt und endet in der Hauptstadt Reykjavik und ist 235 km lang. Zu den drei Hauptsehenswürdigkeiten zählen der Thingvellir Nationalpark, der Geysir Strokkur und der Wasserfall Gullfoss, welche unsere Mitarbeiterin besucht hat. Wenn Sie den ganzen Golden Circle befahren möchten, werden Sie noch fünf weitere Stopps machen können, wie an der „Secret Lagoon“ oder dem Kerid Krater. In ihrem Blogbeitrag erzählt Julia Dörfler Ihnen von ihren Erlebnissen während der Fahrt auf dem Golden Circle im November 2018.

„Auf nach Island!“ heißt es für mich Anfang November. Nach meinem 3,5 stündigen Direktflug komme ich in Island an. Ein Schritt aus dem Flughafen und mir ist klar, dass dieses Land etwas ganz Besonderes ist. Die Natur ist karg und spannend abwechslungsreich zu gleich. Ich bin angekommen! Ein Bus bringt mich in die Hauptstadt. Während der Fahrt kann ich die Augen nicht vom Fenster abwenden, denn es gibt vieles zu sehen. Am Horizont sehe ich Berge, die leicht mit Schnee bedenkt sind und erhasche einen Blick auf das Meer. Nach 45 Minuten Transfer bin ich in Reykjavik angekommen und erkunde die Stadt.

Reykjavik – Die Hauptstadt mit Kleinstadt-Flair

Reykjavik ist zwar die Hauptstadt des Landes, aber überraschend ruhig und entspannt. Großstadt-Trubel habe ich hier nicht erlebt, keine U-Bahnen, hupenden Autos oder enormen Kreuzungen. Für mich die perfekte Stadt um eine Reise zu beginnen. Die Höhepunkte der Stadt können wir gut zu Fuß zu erkunden: Es geht los entlang der Wasserfront Richtung Harpa, dem modernen Konzerthaus. Längs des Ozeans genieße ich den Ausblick auf die Berge zu meiner Rechten. Zu meiner Linken befindet sich die Stadt mit modernen Häusern und ich bin fasziniert von diesem Kontrast. Nach wenigen Minuten Spaziergang mache ich einen Halt am „Sun Voyager“, einem Kunstwerk, das einem Wikingerschiff ähnelt. Kurz darauf erreiche ich die Harpa, ein faszinierendes Bauwerk – von Innen und Außen! Von dort aus erkunde ich weiter Reykjavik und muss mich oft daran erinnern, dass es eine Hauptstadt ist, denn so viel Idylle hätte ich nicht erwartet. In der Hauptstraße Laugavegur sind einige Läden und es herrscht ein bisschen mehr Trubel, sowie an der berühmten Hallgrimskirche. Dort geht es mit einem Lift nach oben auf die Turmspitze der Kirche und es erwartet mich ein traumhafter Ausblick über die Stadt.

Von der Turmspitze der Hallgrimskirche hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt.

Am Abend erhalte ich die Information, dass es Nordlichter zu sehen gibt. Wir steigen daher in den Wagen und fahren raus aus der Stadt, wo keine Straßenlichter die Sicht verhindern. Es ist wirklich faszinierend und ein unbeschreibliches Gefühl diese surreal wirkenden, bunten Lichter am Sternenhimmel tanzen zu sehen. Dieses Erlebnis wünsche ich jedem Island-Reisenden.

Nordlichter in Island

Golden Circle

Am zweiten Tag geht es mit dem Mietwagen entlang des Golden Circle. Ich befahre jedoch nur die Hälfte der Route und besuche die folgenden drei der acht Stopps im Norden des Golden Circle:

1. Þingvellir – Der Thingvellir Nationalpark

Nach fast 50 km erreichen wir unseren ersten Stopp des Tages, den Thingvellir Nationalpark. Im Isländischen wird er „Þingvellir“ geschrieben und ist entsprechend so ausgeschildert. Wir halten also am Parkplatz und machen uns auf den Weg zur Schlucht, für die der Nationalpark, der seit 2004 UNESCO Weltkulturerbe ist, bekannt ist. Zuerst habe ich mich gefragt, warum es zum Kulturerbe und nicht Naturerbe ernannt wurde und finde schnell die Antwort an den vielen Informationstafeln im Park: Der Graben, der durch das Auseinanderdriften der eurasischen und amerikanischen Platten entstand, spielt eine große Rolle in der Geschichte und Kultur Islands. Bereits im zehnten Jahrhundert finden hier Versammlungen zur Gesetzgebung und als Gericht statt. Es zählt somit zu den ältesten Parlamenten der Welt. Dieser historische Hintergrund ist sehr spannend und der Grund für das kulturelle Erbe dieses Orts. Neben der Spalte lassen wir uns noch von der schönen Natur des Parks faszinieren, besuchen den Wasserfall und wandern ein bisschen durch den Nationalpark.

Wasserfall im Thingvellir Nationalpark

 

2. Strokkur – Der aktive Geysir

Nach ungefähr einer weiteren Stunde Fahrt erreiche ich den Strokkur. Am Geysirzentrum stellen wir unser Auto ab, laufen Richtung Strokkur und nehmen sofort einen neuen Geruch wahr. Das Wasser ist schwefelhaltig, was diesen leichten Geruch nach faulen Eiern erklärt. Beim Überqueren der Straße hören wir plötzlich viele „Ah!“ und „Oh!“-Rufe, Einige applaudieren – der Geysir muss wohl ausgebrochen sein. Auf dem Weg zum Geysir betreten wir äußerst aktives Land, überall dampft und brodelt es aus und in den Wasserlöchern. Alle fünf bis zehn Minuten bricht der Geysir aus, heißt es. Ich warte also gespannt an der Absperrung und starre auf das Wasser, es brodelt. Bricht er jetzt aus? Nein, nur falscher Alarm. Plötzlich, wenige Momente später, schießt das Wasser wie aus dem Nichts in die Höhe. Nach wenigen Sekunden ist das unfassbare Spektakel beendet und wir warten weiter auf den nächsten Ausbruch.

Strokkur Geysir auf Island

Auf dem Gelände befindet sich auch der „Große Geysir“, der der Namensgeber für alle Geysire ist. Dieser bricht jedoch nicht mehr aus, weshalb ihm wenig Aufmerksamkeit von den Besuchern geschenkt wird. Wir laufen zu ihm und erkunden die einmalige Landschaft, die es so wohl nur auf Island gibt.

Gelände bei Strokkur

Rund um den Strokkur Geysir dampft und brodelt es.

 

3. Gullfoss

Unser letzter Stopp ist der 32 Meter hohe Wasserfall Gullfoss. Ein Holzweg durch die Landschaft und eine Treppe führen uns zum Wasserfall. Der Blick auf den zweistufigen Wasserfall verschlägt mir die Sprache: Wassermassen rauschen hinunter und wirbeln Wasser auf, wir werden also ein bisschen nass. Ein schmaler, abgesicherter Weg führt uns entlang der zweiten und ersten Stufe zum Anfang des Wasserfalls, von dem wir einen tollen Blick haben. Wir machen ein paar Bilder und beobachten den Wasserfall im Sonnenuntergang, welcher die Landschaft wunderschön golden färbt. Auf dem Weg zurück zum Auto laufen wir zur Plattform auf der obersten Ebene und blicken hinab auf den Wasserfall.

Gullfoss Wasserfall auf Island

Auf dem Weg zurück nach Reykjavik überrascht uns Island mit einem traumhaften Sonnenuntergang. In der goldenen Abendsonne halten wir noch kurz an einem Feld mit Islandpferden, denen wir kurz „Hallo!“ sagen. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende und mir ist sicher, dass ich noch einmal wieder nach Island kommen werde.

Islandpferd

An diesem Pferdehof konnten wir für wenige Kronen Leckerli für die Islandpferde kaufen.

Auto Fahren auf Island

Zuerst habe ich ein bisschen Bedenken was das Autofahren in Island betrifft: Neues Auto, fremdes Land mit anderen Regeln. Diese Sorgen sind im Nachhinein nicht nötig gewesen. Das Fahren in der Stadt ist keine Herausforderung, da es auf Reykjaviks Straßen sehr geordnet zugeht. Entlang des Golden Circle ist es sogar recht entspannt, denn während meiner Reise ist wenig los auf den Straßen und die Straßenverhältnisse sind gut.

Eine Reise nach Island

Unsere Kollegin konnte bei Ihnen den Wunsch nach einer Reise oder weiteren Informationen wecken? Kontaktieren Sie gerne unsere Reise-Experten bei weiteren Fragen oder sehen Sie sich unsere Island-Reisen an.

Unser Reisetipp: Die Selbstfahrerreise „Islands Naturwunder
Dauer: 22 Tage, einer ist für den Golden Circle eingeplant
Kosten: Ab 3.325 EUR p.P. im DZ

Zurück
X

Wir sind länger persönlich für Sie da!


Unsere neuen Öffnungszeiten 2019:
Montag - Freitag: 8.30 bis 19.00 Uhr
Samstag: 9.00 bis 14.00 Uhr