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Azoren Reisen auf eigene Faust

Mit SATA, der azoreanischen Airline, erreichen wir nach 4,5 Stunden Direktflug am späten Nachmittag São Miguel. Hier, auf der größten der neun bewohnten Inseln des Archipels, startet unsere Azoren Reise. Nach Übernahme des ersten Mietwagens am Flughafen sind wir bereits nach wenigen Minuten in der Inselhauptstadt Ponta Delgada angekommen, einem überschaubaren Ort mit 65.000 Einwohnern, der direkt am Atlantik liegt. Wir haben uns einquartiert im sympathischen Gästehaus Alcides, das in einer Gasse im Zentrum liegt. Hier befindet sich auch das Casa Açoreana, wo wir das erste Abendessen bei Bacalhau und Weißwein von der Insel Pico genießen.

An den ersten Tagen unseres Urlaubs lernen wir São Miguel kennen. Im Westen der Insel beeindrucken bei Sete Cidades die traumhaft gelegenen Kraterseen Lagoa Azul und Lagoa Verde, die man am besten vom Aussichtspunkt Vista do Rei erblicken kann. Im Osten ist u.a. Furnas sehenswert, der Ort mit den heißen Quellen, in denen auch der typische Eintopf Cozido gegart wird. Hier ist auch der Terra Nostra Park einen Besuch wert, der neben einem Schwimmbecken vor allem durch viele Bäume und Pflanzen aus zahlreichen Ländern begeistert. Auf São Miguel gibt es außerdem die einzigen beiden Teeplantagen Europas.

Die nächste Station unserer Azoren Reise ist Terceira. Die drittgrößte Insel des Archipels ist vor allem wegen des Inselhauptortes Angra do Heroísmo interessant. Die attraktive Renaissancestadt gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe und lädt zu einem Spaziergang ein. Vom Denkmal Alto de Memório genießen wir später einen beeindruckenden Blick auf die Stadt, den Berg „Monte Brasil“ sowie den Atlantik. Ein weiterer Höhepunkt Terceiras ist die Höhle „Algar do Carvão“, dem Schlot eines erloschenen Vulkans. Ansonsten ist die Insel, auf der vor allem die Viehwirtschaft eine große Rolle spielt, eher flach. Auf die 55.000 Einwohner Terceiras kommen genauso viele Rinder.

Nachdem wir uns nun schon von der Schönheit der Azoren überzeugen konnten, fliegen wir nach Flores, der im Westen des Archipels gelegenen Insel. Mit unserem nächsten Mietwagen geht es von der Inselhauptstadt Santa Cruz das Flores über die Hochebene bis zur Westküste. Hier beziehen wir eine Woche lang Quartier im Aldeia da Cuada. Cuada war ein verlassenes Dorf, bis die sympathischen Besitzer die Steinhäuser liebevoll restaurierten und aus ihnen eine der schönsten Unterkünfte der Azoren formten. Sie liegt idyllisch über dem Meer und ist eingebettet in eine atemberaubende Bergkulisse. Sofort fühlen wir uns wohl und sind auch von der gesamten Insel beeindruckt, die schnell zu unserer Lieblingsinsel wird.

Flores gehört seit 2007 zu den UNESCO-Biosphärenreservaten und beeindruckt durch Pflanzenvielfalt und Blumenpracht, tiefe Kraterseen und eine tolle Bergwelt. Die Insel ist mit nur 4.000 Bewohnern ein Hort der Ruhe – Hektik und Stress sind hier Fremdwörter. Auch bei individuellen Reisen auf den Azoren bieten sich Wanderungen an, gerade auf Flores: Wir genießen vor allem die Wege im Westen der Insel, entlang der Küste und vorbei an idyllischen kleinen Ortschaften. Sympathisch sind auch die Orte Fajã Grande, der westlichste Punkt Europas, und Fajãzinha, die jeweils ca. 2 km von der Unterkunft entfernt liegen und in denen man gut zu Abend essen kann, meistens bei spektakulären Sonnenuntergängen.

Der Abschied von Flores nach einer Woche fällt schwer, auch wenn wir uns auf die drei Inseln im Zentrum des Archipels freuen, dem sogenannten Triângulo. Der Flug führt uns nach Faial, der vierten Station unserer Reise. Hier wird die Quinta das Buganvilias unsere Unterkunft. Das kleine ländliche Gästehaus verspricht durch einen großen Obst- und Ziergarten erholsame Stunden. Von hier erreichen wir gut Horta, die Inselhauptstadt Faials, die wegen ihres internationalen Flairs zu den beliebtesten Städten der Azoren zählt. Nahezu jeder Atlantiküberquerer legt hier einen Zwischenstopp ein und verewigt sich mit einer Zeichnung an der Kaimauer des Yachthafens. In den Abendstunden darf der Besuch von „Peter Café Sport“ nicht fehlen, der bekanntesten Hafenkneipe des Atlantiks, wo Gin Tonic das beliebteste Getränk ist.

Faial, auch „Ilha azul“ genannt, fasziniert vor allem wegen der unendlich scheinenden Hortensienhecken. Auch die Caldeira, im Inselinneren gelegen, ist mit einem Durchmesser von ca. 2 km besonders imposant und lädt zu einem Besuch und einer Rundwanderung ein Dritter Höhepunkt der blauen Insel ist das neue Land „Capelinhos“ mit einer Größe von 2,4 km², das 1957/58 durch mehrere untermeerische Vulkanausbrüche entstand. Diese Sehenswürdigkeit wird noch getoppt durch ein grandioses unterirdisches Vulkanmuseum, das auf sehr ansprechende Weise Einblicke in den Vulkanismus gibt.

Die meisten Reisen auf die Azoren führen nach Pico, so auch bei uns. Nach nur 30 Fährminuten erreichen wir den Hafen von Madalena. Hier im Westen Picos sind die Weinfelder einen Besuch bzw. Spaziergang wert. Ein Teil davon gehört wegen der Einzigartigkeit inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unseren Zielort Lajes erreichen wir über ein Hochland, das wegen der zahlreichen Vulkankegel fasziniert. Von Lajes aus unternehmen wir zwei Walbeobachtungstouren, die die besten des Archipels sind, wie wir später erfahren. Tatsächlich sind wir begeistert, denn wir sehen zahlreiche Wale und auch verschiedene Delfinarten. Höhepunkt des Pico-Aufenthaltes wird die Besteigung des gleichnamigen Berges, der die höchste Erhebung ganz Portugals ist. Der mühsame Aufstieg beginnt bei ca. 1.200 Metern. Bis zur Spitze überwinden wir um die 1.000 Höhenmeter und werden belohnt mit einem grandiosen Ausblick auf Pico, die Nachbarinseln und den Atlantik.

Die dritte Insel des Triângulo heißt São Jorge. Die Fähre legt in Velas an, der sympathischen Inselhauptstadt mit nur 2.000 Einwohnern. Am Rande des Ortes beziehen wir die Quinta Canavial, ein Gästehaus mit sehr herzlichen Besitzern, die zudem vorzüglich kochen können. São Jorge ist wie Flores eine fantastische Wanderinsel und zudem wegen des dort produziertes Käses bekannt. Unsere Wanderungen führen uns zu zahlreichen Fajãs, einer Besonderheit der langgestreckten Insel. Fajãs sind Landzungen, die sich am Fuße der steil abfallenden Küsten befinden und über die die Besiedlung der Insel erfolgte. Nach faszinierenden Tagen bringt uns der Flieger zurück nach São Miguel, dem Ausgangspunkt unserer Azoren Mietwagenrundreise. Hier genießen wir das letzte Abendessen unseres Urlaubs, und am nächsten Morgen startet dann früh der Rückflug nach Frankfurt.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat und Sie selbst einmal den Wunsch haben, diese wunderschöne Inselgruppe im Atlantik kennen zu lernen, dann freuen wir uns auf Ihre Reiseanfrage.

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